Vom Bauerndorf zum Industriestandort

Wie haben die Menschen in Hiltrup gelebt? Und was wirkt aus ihrer Geschichte noch heute?
Über tausende von Jahren waren es immer wieder andere Menschen. Im heutigen Hiltrup besiedelten sie den sandigen Höhenzug von der Hohen Geest durch die Hohe Ward, aber auch die Niederung. Politik und Religion haben die Entwicklung beeinflusst, Migration, technische und wirtschaftliche Umwälzungen. Einzelne kreative Persönlichkeiten haben ihren Teil beigetragen.
Die Gründung der SPD Hiltrup im Jahr 1909 und andere Ereignisse davor und danach sind Beispiele für die Einbindung der „kleinen“ Ortsgeschichte in die „große Politik“. Bemerkenswert ist die Dynamik: Die Steinzeitsiedlung und das spätere Dörfchen hat nach langem Schlummer nur ein Jahrhundert gebraucht, um sich zur (1975 eingemeindeten) Kleinstadt zu entwickeln.
Die folgenden Beiträge stützen sich auf verschiedenste Quellen. Besonders hervorzuheben ist der umfangreiche Bestand an Dokumenten, Fotos und anderen Archivalien, die das Hiltruper Museum pflegt. Das Museum ist auch der Sammelpunkt für weiteres Archivgut: Fotos und Dokumente aller Art werden hier gern gesichtet und archiviert.
Wertvolle Hinweise liefern auch die zeitgenössischen Periodika. Die „kleinen Meldungen“ der historischen Zeitungen stehen neben Stadtteilzeitungen und anderen Informationsdiensten:
• Die Stadtteilzeitung „Hiltrup heute und morgen“, die die SPD von 1971 bis 1994 in Hiltrup als „Gegenöffentlichkeit“ gegenüber den konservativen Lokalzeitungen herausgegeben hat. Sie wurde später durch die Homepage www.spd-hiltrup.de abgelöst. Eine Übersicht der verfügbaren Exemplare finden Sie hier.
• Der Mitgliederbrief „Anker“, mit dem die SPD-Mitglieder von 1977 bis 1992 regelmäßig über Interna des Ortsvereins und – in geringerem Umfang – des Unterbezirks informiert wurden, und sein Nachfolger „Mitgliederbrief“ von 1997 bis 2002. Eine Übersicht der verfügbaren Exemplare finden Sie hier.
Einen (unvollständigen) Überblick über die Personen, die sich in der Kommunalpolitik eingesetzt haben, liefern die folgenden Übersichten:
• Die tabellarische Übersicht Vorsitzende der SPD Hiltrup seit 1910.
• Die tabellarische Übersicht Vorsitzende der CDU-Ortsunion Hiltrup seit 1951.
• Die tabellarische Übersicht der Vertreter aus Hiltrup und Berg Fidel / Vennheide in Gemeinderat / Stadtrat und Bezirksvertretung ab dem 19. Jahrhundert.
Die folgenden Beiträge der kleinen Ortsgeschichte sind in loser zeitlicher Reihenfolge angeordnet und miteinander verknüpft:
Dorf Hiltrup I: Arme Bauern, schlechte Straßen
Dorf Hiltrup II: Eisenbahn und Aufbruchsstimmung
Reichskonsul August Bernhard Schencking 1827-1903
Dorf Hiltrup III: Kaffeewirtschaften und Kanal
Dortmund-Ems-Kanal und Prinz-Brücke
Sägewerk und Mühle am Hiltruper Bahnhof: Wentrup 1886-1981
Vorläufer der Demokratie: Demokratische Bewegungen im 19. Jahrhundert
Dicke Weib: Herberge, Poststation, Bahnhof…
Vom Kranksein und Doktorn im alten Hiltrup: Ärztliche Versorgung in Hiltrup
Freiwillige Feuerwehr Hiltrup: Hundert Jahre
Industrialisierung und Aufschwung in Hiltrup I: Neue Akteure
Industrialisierung und Aufschwung in Hiltrup II: Boom
Gärtnerei Mertens in Hiltrup: 1907 bis 1965
Industrialisierung und Aufschwung in Hiltrup III: Herausforderungen
Postgeschichtliche Aufzeichnungen: Hiltrup 1880 bis 1986
Industrialisierung und Aufschwung in Hiltrup IV: Neue Kirche und Kriegsbeginn
Der Steiner See: Sandabbau und Erholung in der Hohen Ward
Klosterschüler von 1916 bis 1918 in Hiltrup
Weimarer Republik I: Neuer Aufbruch
Weimarer Republik II: Wirtschaftliche und politische Krise
Musikkapelle Schwarz-Rot-Gold / Stiege-Wald-Kapelle
Sand trifft Geld: Das Hiltruper Hartsteinwerk Schencking 1928-1978
Hiltrup 1926-1980: Albert Schäpers erzählt
Hiltrup 1926-1980: Eine Hiltruperin berichtet
Hiltrup 1931 bis 1961: Walter Stein, Manager der Hiltruper Röhrenwerke
Hiltrup 1932: Ein Schneidermeister berichtetVossische Zeitung vom 16.4.1933 zum Machtwechsel
Hiltrup 1934: Ein jüdischer Tabakwarenhändler
1938: Bischof von Galen in Hiltrup
Siedlergemeinschaft Hiltrup Ost 1938: Hilfe zur Selbsthilfe
1933 – 1945 NS-Zeit I: Braunes Hiltrup
1933 – 1945 NS-Zeit II: Es geht aufwärts
1933 – 1945 NS-Zeit III: Krieg, Verfolgung, Ausbeutung
Unter den Gasmasken weinend liefen wir die Straße entlang – Bombenangriff auf Hiltrup 1944
Jan und Geis aus Rotterdam, zwei holländische Zwangsarbeiter
O.T. Lager, Clemensstraße Schule Hiltrup: Jan van Ingen, Zwangsarbeiter in Hiltrup
1945: Letzte Kämpfe an der Prinzbrücke
Nach dem 2. Weltkrieg – Demokratischer Aufbruch
Aufbau nach dem 2. Weltkrieg I: Behelf – und erste freie Wahlen
Hiltrup 1940 bis 2005: Ein Gasthaus – Hannelore Scheller erzählt
Hiltrup 1950: Häuser für Familien
Aufbau nach dem 2. Weltkrieg II: Es geht wieder aufwärts
Aufbau nach dem 2. Weltkrieg III: Hiltrup wächst schnell
SPD Berg Fidel: Ein neuer Stadtteil
Die Hiltruper SPD in den siebziger Jahren. Eine Erinnerung von Prof. Dr. Dietrich Thränhardt
PD Dr. Claudia Kemper: Die Gebietsreform als Demokratiegeschichte
Leo Beck: Grenzen im Kopf und auf der Karte – 50 Jahre Eingemeindung
Auf dem Weg zur Ratsmehrheit 1994
Neuer Aufbruch gegen Neoliberale
Die Darstellung der anschließenden Jahre wird hier nach und nach ergänzt werden.
Für die Jahre 1909 bis 1984 hatte die SPD Hiltrup im Jahr 1984 eine gedruckte Chronik herausgegeben, sie ist in diese erweiterte Form der Darstellung mit eingegangen. Den Verfassern dieses verdienstvollen Werks „75 Jahre SPD Hiltrup (1909-1984)“, Fritz Rolf Baur, Theodor Dopheide, Christiane Eckardt und Johannes Kimmann, gehört Dank. Ohne sie wären viele Auskünfte von Zeitzeugen heute nicht mehr erhalten.
Und noch ein Hinweis:
Diese „Chronik“ erhebt keinen wissenschaftlichen Anspruch. Sie ist auch nicht vollständig. Aber: jeder Leser kann sie ergänzen, Hinweise auf Ergänzungen oder Fehler sind willkommen! Wenn Sie Fotos oder andere Dokumente haben, die in den Zusammenhang passen: Bitte stellen sie sie dem Hiltruper Museum zur Verfügung! Entweder im Original – pflegliche Behandlung und Rückgabe zugesichert! – oder per Email (möglichst als Dokument im .pdf-Format oder als .jpg), oder rufen Sie an: Henning Klare, fon 02501-7799.
(Dieser Artikel wurde zuletzt am 09.02.2026 aktualisiert.)