Wismar: Alter Hafen mit Blick auf die Stadt, im Hintergrund links Nikolaikirche und rechts Turm der Marienkirche (13.9.2021; Foto: Henning Klare)
Wismar: Alter Hafen mit Blick auf die Stadt, im Hintergrund links Nikolaikirche und rechts Turm der Marienkirche (13.9.2021; Foto: Henning Klare)

Wismar

(Fortsetzung von 2021: Camping in Deutschland IV)

Wismar kann man gar nicht oft genug besuchen: Nach 1989 war die alte Hansestadt eine einzige Baustelle, und von Jahr zu Jahr wird sie für Touristen immer anziehender. ….

Schweriner See bei Flessenow (11.9.2021; Foto: Henning Klare)
Schweriner See bei Flessenow (11.9.2021; Foto: Henning Klare)

Schweriner See

(Fortsetzung von 2021: Camping in Deutschland III)

Nächstes Ziel ist der Schweriner See. Schwerin ist zu entdecken, und eine alte Liebe soll besucht werden: Wismar ist immer eine Reise wert. Auf der Suche nach einem ruhigen und möglichst naturnahen Campingplatz fällt die Wahl auf Flessenow am Nordostufer des Schweriner Sees. Die Anfahrt von Ratzeburg geht zunächst über Land, zuletzt aber doch über die wenig einladende Autobahn 20, ….

Naturcamping Buchholz, Bistro-Terrasse (8.9.2021; Foto: Henning Klare)
Naturcamping Buchholz, Bistro-Terrasse (8.9.2021; Foto: Henning Klare)

Ratzeburger See

(Fortsetzung von 2021: Camping in Deutschland II)

Die Heide und Lüneburg liegen hinter uns, auf Nebenstraßen geht es über Lauenburg Richtung Nord-Ost. Die erste Erfahrung mit überfüllten Campingplätzen lehrte, dass man in diesem Herbst frühzeitig im Voraus reservieren muss. Ratzeburg war noch ein weißer Fleck, und auf der Suche nach einem kleinen und möglichst naturnahen Campingplatz bot sich der Naturcamping Buchholz auf der Westseite des Ratzeburger Sees an. Am Telefon hieß es, für drei Tage sei der schönste Stellplatz zu haben. ….

Lüneburg: Am Sande, St. Johannis (7.9.2021; Foto: Henning Klare)
Lüneburg: Am Sande, St. Johannis (7.9.2021; Foto: Henning Klare)

Lüneburg

(Fortsetzung von 2021: Camping in Deutschland I)

Lüneburger Heide – was liegt näher, als Lüneburg anzusehen? Das Auto bleibt im Parkhaus am Wasserturm, von hier aus sind es nur wenige Schritte bis St. Johannis – heute leider geschlossen. Die digitale Kirchenführung und die digitale Orgelführung müssen deshalb auf später verschoben werden. Aber auch so gibt es genug zu sehen, man muss sich nur umschauen:

Lüneburg: Kaland-Haus (7.9.2021; Foto: Henning Klare)

Lüneburg: Kaland-Haus (7.9.2021; Foto: Henning Klare)

Das Kaland-Haus zeugt von religiösen Bruderschaften, die im Mittelalter in vielen Orten Deutschlands existierten. Der Lüneburger Kaland wurde nach der Reformation aufgelöst, in Westfalen – auch in Münster – bestanden sie bis ins 19. Jahrhundert; in Münster erinnert daran u.a. der Horstmarer Napf im Domschatz.

Kaland-Haus: Stufengiebel mit Kranenbalken (7.9.2021; Foto: Henning Klare)

Kaland-Haus: Stufengiebel mit Kranenbalken (7.9.2021; Foto: Henning Klare)

Auch das Kaland-Haus hat wie andere Lüneburger Häuser einen prächtigen Stufengiebel.

Lüneburger Kaland-Haus: Portal (7.9.2021; Foto: Henning Klare)

Lüneburger Kaland-Haus: Portal (7.9.2021; Foto: Henning Klare)

Die glasierten Tauziegel und die aufwändigen Türbeschläge zeigen den Reichtum. Die Hansestadt Lüneburg war eine der reichsten Städte Deutschlands, das hier gewonnene kostbare Salz war unverzichtbar zum Beispiel um die in der Ostsee gefangenen Fische für den Transport einzusalzen.

Lüneburg, Am Sande. Am Ende des Platzes mit dunkler Ziegelfassade die IHK (7.9.2021; Foto: Henning Klare)

Lüneburg, Am Sande. Am Ende des Platzes mit dunkler Ziegelfassade die IHK (7.9.2021; Foto: Henning Klare)

Am Sande ist der zentrale Platz in der Altstadt, gesäumt von überwiegend gotischen und barocken Häusern.

Lüneburg, Am Sande 53 (7.9.2021; Foto: Henning Klare)

Lüneburg, Am Sande 53 (7.9.2021; Foto: Henning Klare)

Um 1400 wurde zum Beispiel das Haus Am Sande 53 erbaut. Die Fassade ist mit Tausteinen gegliedert, die – aus Backstein geformt – das Bild eines gedrehten Taus zeigen. Der Kranenbalken war nötig, um Waren in den oberen Geschossen einzulagern.

Lüneburg: Am Sande, Blick auf St. Johannis (7.9.2021; Foto: Henning Klare)

Lüneburg: Am Sande, Blick auf St. Johannis (7.9.2021; Foto: Henning Klare)

Geht man Am Sande weiter bis vor die IHK, hat man von diesem Ende den Blick über den belebten Platz auf St. Johannis. Am Sande wird nur von Bussen und Lieferfahrzeugen befahren, der Platz wirkt als großzügiger öffentlicher Freiraum. Normales städtisches Leben mit verschiedensten Nutzungen der alten Häuser, Einkaufsmöglichkeiten, Cafés, mischt sich auf angenehme Weise mit dem Tourismus.

Lüneburg: Die Alte Raths-Apotheke in der Großen Bäckerstraße (7.9.2021; Foto: Henning Klare)

Lüneburg: Die Alte Raths-Apotheke in der Großen Bäckerstraße (7.9.2021; Foto: Henning Klare)

Städtisches Leben findet sich auch in den umliegenden Straßen. Es lohnt sich, in Ruhe zu schlendern und die vielen alten Häuser näher anzusehen.

Lüneburg: Ratsmühle an der Ilmenau (7.9.2021; Foto: Henning Klare)

Lüneburg: Ratsmühle an der Ilmenau (7.9.2021; Foto: Henning Klare)

Auf dem Rückweg zum Parkhaus am Wasserturm führt ein kleiner Abstecher zur Ratsmühle an der Ilmenau. Die Mühlentradition reicht bis ins 14. Jahrhundert zurück, heute laufen hier nur noch zwei Wasserturbinen zur Stromerzeugung.

(Fortsetzung: Ratzeburger See.)

Heidefläche bei Undeloh (6.9.2021; Foto: Henning Klare)
Heidefläche bei Undeloh (6.9.2021; Foto: Henning Klare)

Sturm auf die Heide

Camping im Corona-Jahr 2021: Der Herbst ist die Zeit der Genuss-Camper. Nach dem Ende der Schulferien sind jetzt diejenigen unterwegs, denen es im Sommer zu voll und zu warm ist. Der September verspricht in vielen Ländern noch offene Campingplätze und mit etwas Glück Sonne und angenehme Wärme.

Im Jahr 2021 hat das Corona-Virus alles verändert. Die Regeln wechseln ständig: Welche Beschränkungen gelten in den Nachbarländern, welche Impf- oder Testnachweise braucht man? Welche Formalitäten sind bei der Einreise zu beachten? Droht bei der Rückreise eine Quarantäne? Und was ist, wenn man im Ausland ins Krankenhaus muss? Auf der sicheren Seite bleibt man in Deutschland. Der Wetterbericht wird zum Reiseführer: ….

Die „Domfreunde“ ziehen mal wieder mit ihrem „Pflegepreis“ über Land, für ein großes Foto in der Hiltruper Zeitung (Westfälische Nachrichten Hiltrup, 3.9.2021) reicht das. Corona-Virus und Pflege, so ein unverbindlicher Dank passt doch in die Landschaft.

Die PR-Aktion passt tatsächlich, ….

Kulturbahnhof in Nöten

Die Kultur ist schon längst bei Amazon angekommen. Musik, Filme, Bücher, auch die antiquarischen Bücher, alles nur noch bei Amazon? Man muss sich schon Mühe geben, die anderen Angebote zu finden und zu nutzen. Denn: Wollen wir wirklich, dass Amazon bestimmt, was gekauft, gesehen, gehört werden kann?

Der Hiltruper Kulturbahnhof ist in Nöten. Das Publikum fehlt, also fehlen auch die nötigen Einnahmen, um den laufenden Betrieb zu finanzieren. Ein Förderverein wird gegründet, ….

Fast eine halbe Seite bekommt Frau Karliczek an prominenter Stelle der Zeitung. Sie darf dort verkünden, was sie demnächst alles machen will. Vier Jahre war sie Ministerin, und vor der Wahl fällt ihr jetzt ein, was getan werden muss. BAföG macht sie zum Thema, verspricht sinngemäß: Wählt mich, und ich gebe Geld. Warum hat sie’s nicht schon längst getan? Wer einmal mit der BAföG-Bürokratie zu tun hatte, weiß schon lange um den Reformbedarf. ….

Der Vorsitzende des Hausärzteverbandes wird zitiert mit der Erklärung, der Impfturbo sei abgeflaut (28.8.2021, tagesschau.de). Tatsächlich ist die Situation dramatisch. Wer jetzt noch nicht gegen Corona geimpft ist, weigert sich häufig aus Überzeugung. Das sind Leute, ….

VorLeseClub am 1.9.2021 im Pfarrheim St. Clemens

Geimpft, genesen, getestet, genießen heißt es am 1. September beim VorLeseClub. Mit seinem neuen Programm „Familie – und das ganze Gedöns“ ist er im Pfarrheim St. Clemens zu Gast und präsentiert einen Strauß kurzer Texte rund um ein immer aktuelles Thema.

Corona hat viele Menschen die Bedeutung von Familienleben neu erfahren lassen, viele Autoren beschreiben die verschiedensten Aspekte, und doch gibt es immer wieder Neues zu entdecken. ….