Die Hiltruper haben es mit den Schweinen. Sie sind Schweineliebhaber, Schweinebauern, Schweineverwalter, Schweinezüchter, Schweineesser, und sie machen Politik mit Schweinen. Die Hiltruper reden auch gern über Schweine, diese Reden füllen die Lokalzeitung, und wenn die Stadtverwaltung ein Schweinepapier schreibt (WN 12.8.2021), gibt es mehr Lärm als bei den Spielen von Preußen 09.
Folgerichtig hat der Bundestagskandidat von der CDU ….
Es ist heiß an diesem Tag, und es gibt drei Möglichkeiten, von Cernay zum Tagesziel Eguisheim zu kommen. Die schönste Variante ist die Radtour direkt am Fuß der Vogesen, in stetigem Auf und Ab durch die Weindörfer. Die öde Variante ist die Fahrt durch die Maisfelder in der Ebene. Mit Blick auf das Thermometer und die geplante Besichtigung von Eguisheim fällt die Entscheidung zugunsten der dritten Variante: Fahrt mit dem Rad bis Staffelfelden, ….
Der Campingplatz „ohne großen Komfort“ am Bassin de Champagney bietet auch am nächsten Morgen keinen Komfort. Es gibt ein Reste-Frühstück aus den Packtaschen, und da der Patron sich nicht blicken lässt, gilt Nulltarif. Heute soll es im hügeligen Vorland der Vogesen nördlich von Belfort nach Osten gehen, ….
Von Le Thillot westlich der Vogesen muss ein Weg ins Elsass gefunden werden, um dort die Radtour zu beenden. Obendrüber oder unten herum ist die Frage: Weiter das Moseltal aufwärts fahren auf der ehemaligen Bahntrasse, auf der Nationalstraße weiter bis Fellering und dann auf einer anderen Bahntrasse nach Cernay herunter? Die Aussicht auf den Anstieg auf 727 Meter in Hitze und Verkehr ist nicht verlockend. Die Alternative ist gleich hinter Le Thillot der Col des Croix mit 678 Metern, ….
Es gibt Croissants und Kaffee auf dem Campingplatz Domaine des Messires in Herpelmont, und auf dem kürzesten Weg geht es weiter; Google führt wieder zurück über den Feldweg durch die Felder. Heute ist die Kletter-Dividende des Vortags fällig, von ungefähr 600 Metern Höhe führt die Route herunter zur Mosel. Auf der D44 Richtung Docelles kann man das Rad rollen lassen, ….
Man gewöhnt sich: Die zweite Nacht im Zelt war schon besser. Der Schlafsack fühlte sich nicht mehr wie eine Zwangsjacke an, und richtig aufgeblasen bietet die Leichtgewichtluftmatratze sogar einen Hauch von Komfort. Plötzlich liegt eine Tüte mit den am Vorabend bestellten Croissants im Zelteingang, der Tag fängt gut an! ….
Die Dorfjugend machte Lärm auf dem Campingplatz, die erste Nacht im Zelt auf der ultraleichten Luftmatratze war gewöhnungsbedürftig, und es gibt keinen Brötchenservice auf dem Campingplatz. Nach einer Tasse Kaffee wird aufgepackt und im Dorf erst einmal eingekauft: Croissants fürs Frühstück und Rosinenschnecken als Reiseproviant. Am Dorfrand ist eine neue Marina für die Touristenboote, hier stehen Tische und Bänke. Am Wasserhahn werden die Wasserflaschen aufgefüllt, es soll warm werden. ….
Es ist Sonntagmorgen, mit dem Sonntagsfrühstück vom Hotelbuffet dauert es seine Zeit, bis das Rad aufgepackt ist. Zur Wilhelm-Heinrich-Brücke über die Saar ist es nicht weit, hier beginnt der Radweg flussaufwärts: Rechts eine Etage höher die Stadtautobahn (von der man nicht allzu viel hört), links der Fluss, auf dem Weg eine Vielzahl von Joggern und Radfahrern. Bald wird es ruhiger, die Straße verlässt den Fluss, ohne es zu merken hat man die Grenze zu Frankreich überquert. ….
Mit dem Auto zum Startpunkt (6.8.2021; Foto: Henning Klare)
Start in Saarbrücken
2020 nicht mit dem Rad unterwegs gewesen? Im Sommer 2021 entspannt sich die Corona-Situation ein wenig, man kann wieder an Urlaub im Ausland denken. Eine Woche mit dem Rad nach Frankreich, aber wohin? Anreise und Rückreise sollen nicht zu viel Zeit in Anspruch nehmen, es sollen nicht zu viele Höhenmeter werden, landschaftlich reizvoll soll es sein und nicht touristisch überlaufen. Lothringen liegt beinahe vor der Haustür. ….