Keine Zeitung am Morgen? Kann passieren, wenn der Schnee noch hoch liegt und viel zu viele Grundstückseigentümer den Gehweg vor dem Haus nicht räumen. Der Briefträger ist genauso betroffen, und er sagt es auch: Im letzten Schneechaos vor 10 Jahren hat es besser funktioniert – da haben die Anwohner besser Schnee geschippt, da gab es mehr Solidarität.
Also sagt man im Stillen Danke dafür, dass die Zeitung in den letzten Tagen gekommen ist, und setzt sich an den Rechner. ….
Lebhafter Betrieb auf dem zugefrorenen Oedingteich (14.2.2021; Foto: Henning Klare)
Internationaler Eislauftreff auf dem Oedingteich – wunderbares Sonntags-Sonnenwetter mit Temperaturen um Null Grad lockte Viele nach draußen. Auf dem Oedingteich wurde Schlittschuh gelaufen und Schlitten gefahren, Spaziergänger genossen die Sonne und den Anblick der Winterlandschaft am Kanal. ….
Eichhörnchen "Dora" auf der Fensterbank (9.2.2021; Foto: Henning Klare)
Hunger macht zutraulich
Als erstes erscheint der Schwanz: Wie eine rote Fahne weht er über die Fensterbank. Mit dieser ganz besonderen Leichtigkeit huscht das Eichhörnchen aus dem Efeu oder auch senkrecht die Wand hoch auf die Fensterbank. Hier steht noch der Blumenkasten, vertrocknetes Grün und braune Stengel erinnern an Oregano und Basilikum des Sommers. Mit Nüssen lassen sich die Eichhörnchen schnell anfüttern, am besten aber nur draußen: Wer ihnen die Nüsse im Zimmer zeigt, darf sich nicht beschweren, wenn sie ins Haus kommen und Schaden anrichten. ….
Arbeitsbeschaffung für die Anwohner: Autos schieben den Schnee auf den Gehweg (11.2.2021; Foto: Henning Klare)
Wenn der Schnee nicht mehr neu ist
Was waren das doch für ein paar schöne Tage! Sicher, wer durch den Schnee zur Arbeit musste, hatte ein Problem und auch eine große Anstrengung vor sich. Aber es gab auch eine andere Seite. In den zugeschneiten Straßen der Wohngebiete und auch auf „Hiltrups Flaniermeile“, der Marktallee waren mehr Menschen als sonst unterwegs, und sie brachten eine ganz besondere Stimmung mit. ….
Wenn die über 100jährigen jetzt das Tablet zücken und sich zum Impfen anmelden wollen, können sie was erleben! Die Verwaltung in Niedersachsen pflegt, was Corona angeht, eine Kultur des Schweigens, des Schweigens im Internet-Wald. Wer so alt ist, dass er oder sie für eine Impfung gegen Corona in Frage kommt, ….
Terzetten: Leuchtende Blüten im Schnee (7.2.2021; Foto: Klare)
Winter-Impressionen
Schneesturm – für münstersche Verhältnisse haben wir gerade einen. Die Nacht durch ist unentwegt feiner Pulverschnee gefallen. Nein, der Wind hat ihn hin und her geweht, hat mit ihm gespielt; hat Häufchen neben den Dachgauben gesammelt und sie dann in weiten Schleiern wieder aufgenommen und ausgebreitet.
20, 30 Zentimeter waren am Morgen wegzuschaufeln, alles war weiß und öde? Allein schon die Terzetten draußen vor der Tür ….
Notimpfstoffwirtschaft ist eine der Glanzleistungen deutscher Politik. Diese Wortschöpfung erinnert an die Brotmarken der Kriegswirtschaft, aber sie ist nagelneu und stammt ausgerechnet vom Grünen-Chef Habeck. Moment, sind das nicht die Leute, die gegen Hinterzimmer-Geklüngel angetreten sind und uns immer reinen Wein einschenken wollten? Not-impf-stoff-wirt-schaft, und der Staat müsse sich mehr kümmern? Seine münstersche Kollegin Klein-Schmeink übertraf ihn aber noch, ….
Kinder statt Inder, das hatten wir doch schon mal. Der CDU-Politiker, der mit diesem Slogan Wahlkampf machte, hat in NRW einen Scherbenhaufen hinterlassen – aber warum ausgerechnet die Deutsche Bahn?
Indische Akademiker arbeiten in Deutschland für eine deutsche Firma. Sie tun das, worum die deutsche Wirtschaft sie händeringend gebeten hat. Seit sieben Jahren leben sie hier, verdienen hier ihr Geld, haben hier den deutschen Führerschein gemacht und möchten bei Flinkster – Tochterunternehmen der Deutschen Bahn – ein Auto mieten.
An dieser Stelle kommt Kinder-statt-Inder ins Spiel. Denn Flinkster vermietet nicht an Inder. ….
Corona-Hotspot in der Altenpflege-Einrichtung, das ist für alle Betroffenen der GAU. Alte Menschen sterben, Pflegende opfern sich auf und erkranken selbst mit unabsehbaren Folgen, Angehörige bangen um ihre Lieben. Die Nerven liegen blank. Die Einrichtung steht – wunderbar, dass das möglich ist – zentral, in der Mitte der Bürgerschaft. Wer einkaufen geht, kommt hier vorbei. Keine Frage, was hier vorgeht, steht damit immer auch im Zentrum der Aufmerksamkeit. Öffentliche Aufmerksamkeit wird repräsentiert durch die Zeitung. Sie hat nicht nur das Recht, sondern auch die Pflicht, über solche Dinge zu berichten, die uns alle angehen.
Wenn die Zeitung anmerkt, dass sie die erforderlichen Informationen nicht ausreichend erhalten hat, ….