ist kein einheitlicher Block. Es gibt nicht die eine umfassende Erzählung davon, wie wir wurden was wir sind: schon die Gegenwart zu beschreiben ist fast unmöglich, und die Vergangenheit hat umso mehr Aspekte, je mehr Menschen sich erinnern.
Wer über Hiltrups Entwicklung etwas erfahren will, kann zum Beispiel bei den Hiltruper und Amelsbürener Vereinen, Institutionen und Unternehmen nachschauen: ….
Meldung der Dortmunder „Arbeiterzeitung“ von 1910: "In Hiltrup besteht seit einiger Zeit eine Ortsgruppe der sozialdemokratischen Partei"
Vom Bauerndorf zum Industriestandort
Wie haben die Menschen in Hiltrup gelebt? Und was wirkt aus ihrer Geschichte noch heute?
Über tausende von Jahren waren es immer wieder andere Menschen. Im heutigen Hiltrup besiedelten sie den sandigen Höhenzug von der Hohen Geest durch die Hohe Ward, aber auch die Niederung. Politik und Religion haben die Entwicklung beeinflusst, Migration, technische und wirtschaftliche Umwälzungen. Einzelne kreative Persönlichkeiten haben ihren Teil beigetragen. ….
Hiltrup im Jahr 1898: Ein paar Häuser rund um Alt-St. Clemens (historische Postkarte, Ausschnitt; Privatbesitz Henning Klare)
Ortsgeschichte bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts
Der alte Dorfkern von Hiltrup, wo später im 12. Jahrhundert Alt-St. Clemens gebaut wurde, war um das Jahr 900 ein Knotenpunkt alter Fernverkehrsstraßen. Die Fernverbindung Siegen-Werl-Hamm-Münster führte von Drensteinfurt (dort 1440 erwähnt als „via publica“) nach Albersloh. Von dort führte der „hohe Weg“ (1881 noch so bezeichnet) durch die Hohe Ward nördlich des heutigen Wasserwerks. Dort stieß er auf einen heute noch vorhandenen Höhenweg; ….
“Concessions= und Bestätigungs=Urkunde“ für die Münster-Hammer Eisenbahn (Westfälischer Merkur 13.3.1846, Bearbeitung: Henning Klare)
Eisenbahn und Aufbruchsstimmung
Die Eisenbahnlinie Münster-Hamm der privaten Münster-Hammer Eisenbahngesellschaft wurde im März 1846 planfestgestellt. Das Material für den Bahnkörper wurde aus den Kiesgruben bei Hiltrup herangeschafft. 1848 wurde die zunächst eingleisige Strecke feierlich eröffnet, der Anhaltspunkt „Dieke Wief“ (Dickes Weib) für Hiltrup, Wolbeck und Albersloh lag inmitten der Heide der Hohen Ward. ….
"Gruß von der Geist / Wirthschaft A. Vennemann (historische Postkarte)
Kaffeewirtschaften und Kanal
Im Jahre 1901 zählte die Gemeinde Hiltrup 1.197 Einwohner (1157 katholische und 40 evangelische) und verfügte über ein Areal von 1969 ha. 131 der im Jahr 1901 vorhandenen 140 Haushaltungen hatten Viehbesitz. Neben den verstreut liegenden Bauernhöfen bestand Hiltrup aus einer kleinen Ansammlung von Häusern rund um Alt-St. Clemens. Die Ansichten auf historischen Postkarten zeigen die in dieser Zeit beginnende rasche Entwicklung. Es gab eine Reihe von Gastwirtschaften in Hiltrup. An der Chaussee Münster-Hamm waren es von Nord nach Süd: Zunächst die heute (2026) noch bestehende Gastwirtschaft Vennemann. ….
Hiltrup: Dritte und vierte Prinz-Brücke und Hochbrücke der L885 über den Dortmund-Ems-Kanal (2025; openstreetmap.org, abgerufen am 5.5.2025)
Hiltruper Brücke und Gasthaus
Die erste Prinz-Brücke wurde 1897 mit dem Bau des Dortmund-Ems-Kanals (1893 – 1899) gebaut. Sie ist die Ost-West-Verbindung zwischen der Hiltruper Bahnhofstraße (heute: Marktallee) und der Wolbecker Straße (heute: Osttor). ….