Sie tun es schon wieder

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Grüne gegen Radfahrer

Reklame machen sie gern mit angeblich grünen Themen. Gewählt werden sie, um grüne Themen voranzubringen (oder weil man die anderen nicht mag?). In der politischen Praxis, in den Mühen der Ebene sehen Münsters Grüne dann allerdings nicht so gut aus. „Mein-Freund-der-Baum“ wird immer wieder gern gehört, aber: Das Leben ist dann doch etwas komplizierter. So war es in Hiltrup, da haben die Grünen mit der neuen Prinz-Brücke über den Kanal viel Geld in den Sand gesetzt. 1,5 bis 2 Millionen Euro haben sie aus dem Haushalt der Stadt dafür ausgegeben, dass es für Radfahrer gefährlich ist auf der neuen Brücke – und dass Fußgänger und Radfahrer jetzt eine unzumutbare Steigung auf der Brückenrampe bewältigen müssen. Sie waren gewarnt und haben es trotzdem getan.

2026 gibt es jetzt die Neuauflage. Diesmal geht es um einen Kreisverkehr in Gievenbeck. Hier kommen regelmäßig Radfahrer zu Schaden. Die Fachleute der Stadtverwaltung und der Unfallkommission haben vorgeschlagen, anstelle des Kreisverkehrs Ampeln aufzustellen. Die Grünen wollten das nicht hören, also wurde der nächste Fachmann mit einem Gutachten beauftragt. Und schlug Ampeln vor. Die Grünen wollen das immer noch nicht hören und mit dem Kopf durch die Wand. Das geht im Notfall aber nur mit der AfD. Denn die SPD ist hier die Stimme der Vernunft und will den Vorschlag der vereinigten Fachleute realisieren. Im Interesse der Radfahrer, die sonst unters Auto kommen.

Was reitet die Grünen eigentlich?

Schöne Demos organisieren und sich an Bäume ketten ist das eine. Realistische und vernunftgeleitete Politik ist etwas anderes – aber das müssen wir als BürgerInnen erwarten.

Apropos „an Bäume ketten“: Bäume sind keine Heiligtümer. Forstwirtschaft gestaltet seit Jahrhunderten unsere grüne Umwelt, Bäume werden gepflanzt und regelmäßig wieder gefällt. Wenn Bäume der Gestaltung unserer Umwelt durch den Menschen weichen müssen, werden an anderer Stelle neue gepflanzt. Das steht für einen Schulbau in Wolbeck gerade an. Wenn man zu viel Geld hat und Experimente liebt, kann man auch große Bäume umpflanzen und zusehen, wie kümmerlich sie danach neue Wurzeln bilden. Münster ist höchst verschuldet. Die Neuregelung der Grundsteuer belastet Mieter und Eigentümer. Luft für teure Experimente ist da nicht.

Es sei denn, die grüne Ratsfraktion würde das Experiment selbst finanzieren: Bei geschätzten Mehrkosten von 250000 Euro fürs Umpflanzen zahlt jedes Mitglied der grünen Ratsfraktion aus dem eigenen Portmonee 250000 Euro geteilt durch 21 gleich 12000 Euro. Na, wie wär’s? Mit anderer Leute Geld wirtschaften ist einfach, aber selber zahlen …

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