Autsch: Erbärmlich

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Mut haben die Fußballer des Iran. In Katar singen sie die Nationalhymne nicht, protestieren gegen Menschenrechtsverletzungen in ihrem Land. Das kann sie ins Gefängnis bringen.

Mut haben sogar die deutschen Bischöfe. Endlich erkennen sie – wenigstens arbeitsrechtlich – die Diversität der Menschen an.

Keinen Mut haben die europäischen Fußballverbände, auch der deutsche DFB nicht. Von der Regierung von Katar lassen sie sich erzählen, Homosexualität sei eine Geisteskrankheit, Gefängnisstrafen drohen – und verbieten mit Herrn Infantino auch den deutschen Fußballern das Maul. Das Wort „Liebe“ darf öffentlich nicht gebraucht werden.

Was kann den deutschen Fußballern denn eigentlich passieren, wenn der Kapitän die harmlose „OneLove“ Binde am Arm trägt? Gelbe und rote Karten, vielleicht die sofortige Heimreise (das wäre konsequent). Wenn diese peinliche Veranstaltung in Katar vorüber ist, könnten die Deutschen dann sogar heilfroh sein, dies unwürdige Spektakel nicht mitgemacht zu haben.

Der DFB versucht jetzt, seine Entscheidung schönzureden. Er will angeblich gegen die FIFA klagen. Was ein lächerlicher Versuch, sein ohnehin beschädigtes Ansehen zu retten. Ein Ablenkungsmanöver.

Fußball ist ein Wirtschaftszweig, in dem es um viel Geld geht. Beim Geld muss man den DFB packen. Die Entscheidung von REWE, kein Werbegeld mehr in den DFB zu stecken, weist den Weg. Auch von Adidas kommt eine erste vorsichtige Distanzierung.

PS: Preußen Münster soll gerade aus dem klammen Stadtsäckel 60 Millionen Euro fürs Stadion bekommen. Jede einzelne Bürgerin, jeder einzelne Bürger zahlt also rund 200 Euro für das Preußenstadion, auch die queeren und andere diverse. Haben die Preußen eine Meinung zu OneLove?

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