Primusschule: Ende des Modellprojekts?

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Leuchtturm für schulische Inklusion

„Angesichts der guten Erfahrungen, die wir bisher in Münster mit der Primusschule gemacht haben, ist es für mich absolut nicht nachvollziehbar, warum das Angebot des durchgängigen Lernens von der Klasse 1 bis 10 jetzt wohlmöglich auslaufen soll“, kommentiert Doris Feldmann, schulpolitische Sprecherin der SPD-Ratsfraktion, entsprechende Meldungen aus dem zuständigen NRW-Schulministerium. An zwei Schulformen übersteige in Münster die Nachfrage an Schulplätzen das Angebot: An den beiden städtischen Gesamtschulen mussten fast 300 Kinder abgelehnt werden und an der zweizügigen Primusschule gingen bei den letzten beiden Anmeldeverfahren 13 bzw. 17 Schülerinnen und Schüler leer aus. „Das zeigt: Längeres gemeinsames Lernen ist gefragt in Münster“, so Feldmann.

Die Erfahrung vor Ort, aber auch die wissenschaftliche Begleitung des Schulversuches sprächen eindeutig für eine Fortführung. Die Primusschule Münster werde überregional als Leuchtturm gefeiert. „Ein Ende des Modellprojekts Primusschule wäre ein weiterer herber Rückschlag für das Gemeinsame Lernen und die schulische Inklusion in NRW. Statt das Licht auszumachen, müssen innovative Schulkonzepte verstetigt werden“, fordert Feldmann ein Fortbestehen der Primusschule.

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