Marktallee: Schöne Bescherung

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Marktallee 78 in Hiltrup: Seit Monaten nur noch ein Dreckhaufen (25.12.2017; Foto: Klare)
Marktallee 78 in Hiltrup: Seit Monaten nur noch ein Dreckhaufen (25.12.2017; Foto: Klare)

Auf dem besten Wege zur Verslumung

Als ob die Marktallee in Hiltrup nicht schon Probleme genug hätte. Der Weihnachtsspaziergang führt an leer stehenden Ladenlokalen im Überfluss vorbei. „Zu vermieten“ schreien die Schilder der Makler. Daneben gibt es auch schwarze, abweisende Höhlen, die früher einmal ein belebter Laden waren und jetzt noch nicht einmal zur Vermietung ausgeschrieben sind; als ob die Hauseigentümerin ihr Haus und sich selbst aufgegeben hätte.

Für die aufrechten Kaufleute und Dienstleister, die auf dem „hinteren“ Abschnitt der Marktallee zwischen dem Kaufhaus Burgholz und dem Hiltruper Bahnhof verblieben sind, ist jetzt noch ein weiteres Ärgernis hinzugekommen. Wo früher im Erdgeschoss des Hauses Marktallee 78 die Eisdiele Columbus für Leben und freundliche Atmosphäre gesorgt hatte, werden die Passanten von einer Art Schutthalde vor dem Haus und einer Räuberhöhle dahinter abgestoßen.

asiaquick - wer will hier essen gehen? (25.12.2017; Foto: Klare)

asiaquick – wer will hier essen gehen? (25.12.2017; Foto: Klare)

Wie ein Hohn hängt seit längerer Zeit ein Schild „Herzlich willkommen“ an der Fassade – ringsum liegt Bauschutt, fliegt der Müll, hängen Elektroleitungen wüst von der Fassade herunter.

Einen Schandfleck nennt man so etwas normalerweise. Normalerweise sorgt ein Hauseigentümer, der auch nur ein bisschen Verantwortung für sein soziales Umfeld empfindet, sofort für Abhilfe. Hiltrup braucht keine Mülldeponie auf seiner „Flaniermeile“; selten wird diese freundliche Bezeichnung für die Haupteinkaufsstraße und den Standort alteingesessener (und auch neuerer) Geschäfte dermaßen verhöhnt.

Wenn die übrigen Grundeigentümer an der Marktallee sich schon nicht einigen können, durch eine verträgliche Mietpreispolitik für die Belebung der brachliegenden Ladenlokale im Umfeld zu sorgen: Hier ist dringender Bedarf, hinter verschlossenen Türen einmal Tacheles zu reden. Hier wird keiner gewinnen, wenn man sich nicht an einen Tisch setzt – und das ist nicht Sache der Verwaltung. Das ist die Verantwortung der Eigentümer.

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