Die Sache mit der Kundenorientierung

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Corona heißt Camping, so ist es zur Zeit zu lesen und zu hören. Wohnmobile sind Bestseller, und die Campingplätze in Deutschland sind voll. Wer sich jetzt noch auf die Reise macht, checkt vorher schnell das Fahrzeug durch; auch Wohnwagen müssen zum TÜV und brauchen Wartung. Welche Werkstatt? Man sucht eine in der Nähe. Camping-Centrum Münster. Offensichtlich hat der Sohn den Betrieb übernommen, früher hatte man mit dem Vater zu tun, das war ordentliche Arbeit. Man sucht die Telefonnummer und stößt auf einen verärgerten Blog-Eintrag. „So doch bitte nicht“ schreibt dieser Kunde – na, das wird ja wohl nur ein Einzelfall sein. Die Internetseite des Camping-Centrums hat noch Luft; klickt man „Angebote“ an, findet man nur einen Verweis auf die Zukunft. Nun, die Werkstatt wird ja wohl funktionieren, und bei der TÜV-Vorführung ist nicht viel falsch zu machen.

Das Camping-Centrum schafft es trotzdem. Der Wohnwagen ist fertig, heißt es am Telefon, man schaut auf der Homepage nach den Öffnungszeiten. Schließlich haben wir Corona, da ist manches anders. Bis 18h ist der Betrieb geöffnet, steht da. Um 17.30h steht man vor verschlossenem Tor, daran ein Zettel: Zurzeit nur bis 17h geöffnet. Toll. Zeit und Geld vertan für nutzlose Fahrerei.

Am nächsten Tag versucht man es wieder. Jetzt sind die Papiere nicht ausgefüllt – schließlich muss die Gasprüfung nachgewiesen werden -, und der Schlüssel ist nicht zu finden. Es wird gesucht und geschrieben. Man wartet. Endlich hat sich alles gefunden, und die Kunden kleiden ihren Ärger in einen Rat: Wenn man etwas für die Kundenzufriedenheit tun wolle, dann solle man doch bitte die Änderung von Öffnungszeiten auf der Internetseite bekannt machen.

Man könne sich eine andere Werkstatt suchen, ist die einzige Antwort. Ja, das kann man.

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