Vortrag am 18.9.2026 im Pfarrzentrum St. Clemens
Münster war in der NS-Zeit keine Insel der Glückseligen. Militarismus, Antisemitismus und nationale Überheblichkeit waren lange vor dem I. Weltkrieg angelegt. Diese Grundstimmung ging für viele bruchlos in das NS-System über. Auch das damals noch selbständige Hiltrup fügte sich 1933 in atemberaubend kurzer Zeit in das NS-System ein.
Zwischen 1933 und 1945 gab es in Münster Menschen im Widerstand gegen das unmenschliche System. Es waren nicht viele, und sie zahlten persönlich einen hohen Preis für ihren Einsatz. So wenig Rückhalt sie in dieser Zeit hatten, genauso wenig waren sie nach 1945 willkommen. Über Entschädigungen für unrechtmäßige Verfolgung entschieden dieselben Bürokraten, die zuvor das NS-System am Laufen gehalten hatten.
Am 18. September 2026 gibt es ab 19 Uhr in Hiltrup eine öffentliche Veranstaltung des Forschungsprojektes Der vergessene Widerstand. Friedhelm Redlich informiert über den aktuellen Stand seiner Recherchen über Menschen aus dem Widerstand gegen das NS-Regime, die nach dem Krieg in Vergessenheit geraten sind. Über 100 Namen hat er bei seiner Recherche bislang identifiziert, Spuren weisen auch nach Hiltrup. Friedhelm Redlich steht anschließend für Fragen und zur Diskussion zur Verfügung. 18.9.2026, 19h im Pfarrzentrum St. Clemens, der Eintritt ist frei.
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