Autsch: Digitale Brillengläser

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Alles wird digital. Geld – digital in der Blockchain. Arbeit – digital am Küchentisch. Kinder – zocken digital, während die Eltern mit digitaler Arbeit digitales Geld verdienen. Da fehlt nur noch die digitale Brille auf der Nase, Sie wissen schon: Die mit, ja was eigentlich? Virtual Reality heißt das, die Kinder nebenan werden digital ausgeblendet, und man ist mit der digitalen Brille auf Mallorca. Ansteckungsfrei, warm, tröstlich – und schockierend, wenn man den Strom abstellt und sich am Küchentisch wieder findet. Dann doch lieber eine Nummer kleiner, die alte Fielmann-Brille zum Optiker tragen und „digitale Brillengläser“ rein. Auch nicht ganz billig, aber funktionieren ohne Strom. Und schon ist der Biorhythmus „ausbalanciert“, jedenfalls an allen digitalen Bildschirmen. Nur an den alten analogen Bildschirmen geht’s nicht. Also los: Neue Gläser auf die Nase! Und schon weiß der Biorhythmus Bescheid, später Nachmittag, merkt er, es ist Zeit für’s Sofa und ein Feierabendbier. Oder ein Feierabend-Wein, und wo liegt eigentlich die Netflix-Fernbedienung? Nur absetzen darf man diese Gläser nicht, denn: Brille ab, und schon ist es wieder grau(sam)er Vormittag!

Die schöne „digitale“ Brille – funktioniert das menschliche Sehen nicht eigentlich ganz analog, ohne Bits und Bytes im Kopf? – macht den ganzen Tag zum Dämmertag, greift heftig in den Biorhythmus ein. Der will nicht immer Blau oder immer Rosa, sondern Anpassung an die Tageszeit. Anpassung liefert der Computer selbst, in Windows einmal auf Einstellungen geklickt, dann auf System und Anzeige, und schon hat man die Schaltflächen für den Nachtmodus vor sich: Je nach Tageszeit hart blau-weißes oder freundliches (Nacht-)Licht auf dem Display. Und wer Fotos oder Grafiken bearbeitet, schaltet den Nachtmodus zwischendurch aus. Alles kostenfrei. Echt digital.

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