Hier gibt’s was zu hören

Der Hiltruper VorLeseClub

Was kommt dabei heraus, wenn sich ein gutes Dutzend erwachsene Leute regelmäßig trifft? Beste Unterhaltung, ist die einfache Antwort beim Hiltruper VorLeseClub. 12 bis 15 Mal im Jahr treten Mitglieder des VorLeseClubs vor ihr Publikum und lesen vor.

Die Fragen nach dem Was, Wo und Wie lassen sich gar nicht so einfach beantworten: die meisten Veranstaltungen finden in Hiltrup statt; die Räume von Café Klostermann oder Hiltruper Museum begrenzen die Teilnehmerzahl auf ca. 40, das Welthaus der Hiltruper Missionsschwestern und der Hiltruper Kulturbahnhof nehmen mehr Zuhörer auf. Den Rahmen setzen immer die Räumlichkeiten, das kann auch mal bunt sein wie in der Gärtnerei Dahlmann oder frisch im Park.

Was vorgelesen wird, entwickelt sich nach und nach im Laufe des Jahres. Alle Vorleser und Vorleserinnen treffen sich am Jahresbeginn in einer sehr lockeren und herzlich verbundenen Runde und tauschen Ideen aus: was gibt es für aktuelle Lese-Anlässe im Jahr, welcher Autor hat einen runden Geburtstag, welches historische Ereignis jährt sich? Weitere Themen werden spontan in die Runde geworfen, für gut befunden oder verworfen, und zum Schluss wird abgestimmt. Die Themen mit der höchsten Stimmenzahl bilden das vorläufige Jahresprogramm – vorläufig deshalb, weil meistens im Laufe des Jahres noch Anfragen kommen zu weiteren Terminen.

Suchen, Üben, Proben: Aus diesem Jahresprogramm muss erst noch ein konkretes Programm für die einzelnen Veranstaltungen entstehen. Nicht jedem Mitglied des VorLeseClubs liegt jedes Thema, so wechseln die Akteure von Auftritt zu Auftritt; wer sich zu einem Nachmittag oder Abend gemeldet hat, sucht sich dann unter der – weit gefassten – thematischen Vorgabe selber „seinen“ Text. Diese Suche kann durchaus auch einmal schwierig sein, und die geeigneten Texte müssen nach der Vorauswahl häufig gekürzt werden; länger als ungefähr zehn Minuten sollte der Beitrag nicht sein. Wenige Tage vor dem Auftritt stellt jeder dann seinen Text und seine Interpretation in der Generalprobe zur Diskussion. Hier kommen Inhalt (passt der Text überhaupt?) und Art des Vortrags auf den Prüfstand, werden Anregungen und Verbesserungsmöglichkeiten diskutiert.

Begeisterung ist die Grundlage all dessen. Die Vorleser wählen Texte aus, von denen sie selbst begeistert sind, und werden belohnt durch das „Mitgehen“ ihrer Zuhörer. Damit das auch ohne professionelle Sprechausbildung der Vorleser klappt, sorgen Gerda Hegel und Günter Rohkämper-Hegel mit ihrer jahrzehntelangen Erfahrung für die fachliche Basis. Ehrenamt in Reinkultur; so zahlen auch die Zuhörer keinen Eintritt, die erbetenen Spenden decken gerade den Aufwand für den Druck von Programmen und Plakaten.

Das aktuelle Jahresprogramm finden Sie hier.

(Dieser Beitrag wurde zuletzt aktualisiert am 12.10.2018.)