Nicht dafür

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Glücklose Schulministerin

„Nicht dafür“ ist eine Kurzantwort. Man hat jemandem einen Gefallen erwiesen und möchte kurz und knapp ausdrücken, dass man sein Tun für eine Selbstverständlichkeit hält. Nun sollen sich die Schulen in NRW Regeln ausdenken für Schüler-Handys auf Schulgelände (Westfälische Nachrichten 26.3.2025). Eine glücklose Schulministerin reicht das Thema wie eine heiße Kartoffel weiter. Bloß keine Meinung haben! Sollen sich doch die Schulleitungen mit den Eltern fetzen.

Das Thema ist zu wichtig, um sich hinter dem Ministeriumsschreibtisch wegzuducken. Internetnutzung in der Schule ist vor Jahren von der FDP – noch eine glücklose Figur! – im Wahlkampf missbraucht worden. Jedem Schüler ein Tablet, hieß es auf den Wahlplakaten. Corona befeuerte das Thema: Fernunterricht per Internet. Jetzt daddeln die Kleinsten schon unter der Bank. Vorn turnt ein Lehrer vor den fleißigen Strebern, in der zweiten Reihe laufen harte Pornografie und Enthauptungsvideos. In der Pause tauscht man sich auf dem Schulhof aus. Und auf dem Schulklo. Und beim Schulausflug. Hast Du das schon gesehen…

Handys, genauer gesagt Smartphones (und Smartwatches) in Kinderhand sind eine Pest. Was manche Eltern zu Hause tun, ist ihr Ding. In der Schule tragen die Lehrer die Verantwortung, und nur ein vollständiges Verbot der Dinger ist verantwortbar.

Jede Schulleitung soll das neu in der Schulkonferenz diskutieren?

Mein Kind muss zu Hause anrufen können, „wenn was ist“. Ich muss über die Ortungsfunktion wissen, wo mein Kind ist, macht doch jeder. Habt euch mal nicht so. Es hat noch niemandem geschadet, mal ein grausames Video zu sehen. Handys haben heute doch alle.

Die Ministerin möchte sich das Thema vom Leib halten. Als Schulministerin lässt sie die Schulen allein. Dank verdient sie dafür nicht. Nicht dafür!

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